🔴 Aktuelle Gefahrenstelle · Haan, NRW

Ein Schild auf Kinderkopfhöhe
und niemand handelt.

Am Karl-Niepenberg-Weg 3–7 in Haan hängen scharfkantige Metallschilder auf 60–80 cm – exakt auf Augenhöhe von Kleinkindern. Drei Behörden wurden informiert. Drei Behörden sahen keinen Handlungsbedarf.

70 cmMontagehöhe
3Behörden informiert
0Maßnahmen ergriffen
Feuerwehrzufahrt-Schild auf Kinderkopfhöhe
⚠️ Schild auf ~70 cm –
Augenhöhe von Kleinkindern!
Scharfkantige Metallplatte
⚠️ Das Problem

Warum das gefährlich ist

Es geht nicht um die Schilder an sich – die sind als Feuerwehrzufahrts-Kennzeichnung gesetzlich vorgeschrieben. Es geht um die Montagehöhe. Und einen unebenen Untergrund, der genau hier zum Stolpern einlädt.

👁️

Exakt auf Augenhöhe

60–80 cm Montagehöhe ist der Kopf- und Augenbereich von Kindern zwischen 2 und 6 Jahren. Bei einem Sturz trifft das Gesicht direkt die Metallkante.

🧱

Gefährlicher Untergrund

Rasengittersteine wechseln zu glattem Pflaster – eine klassische Stolperfalle. Wer hier strauchelt, fällt direkt in Richtung der Schilder.

🚗

Versteckt hinter Fahrzeugen

Parkende Autos verdecken die Schilder. Kinder auf Rollern oder Rädern sehen sie kaum, bevor sie schon zu nah dran sind.

🛡️

„Kantenschützer" als Argument

Das Ordnungsamt verwies auf Kantenschützer. Wenige Millimeter Plastik verhindern weder Schädeltraumata noch Augenverletzungen bei einem Sturz.

📷 Dokumentation

Die Fotos sprechen für sich

Aufgenommen am 17. Dezember 2025 am Karl-Niepenberg-Weg 3–7 in Haan.

Pfosten mit Querbalken
⚠️ Gefahr

Pfosten mit Querbalken – deutlich unter Erwachsenen-Sichthöhe

Feuerwehrzufahrt-Schild
⚠️ Gefahr

Scharfkantige Metallplatte „Feuerwehrzufahrt" auf ca. 70 cm

Transporter auf Feuerwehrfläche
ℹ️ Kontext

Transporter auf der Feuerwehrfläche – Schild kaum sichtbar

70 cm Montagehöhe der Metallschilder

Ein durchschnittlicher Vierjähriger ist 100–105 cm groß. Sein Kopf befindet sich auf genau dieser Höhe – direkt auf Höhe der scharfkantigen Metallplatten.

💬 Originalton der Behörden

Was offiziell geschrieben wurde

Alle Zitate stammen aus schriftlichen Antworten der zuständigen Behörden.

✗ Ordnungsamt Stadt Haan · Alexander Lingemann

„Das Schild nebst Poller steht auf einer privaten Fläche, die nicht für Kinderspiele hergerichtet wurde. Weiter verfügt das Schild über Kantenschützer. Eine unmittelbare Gefahr sehe ich hier nicht gegeben."

— Schreiben vom 19.03.2026
✗ Fachaufsicht Kreis Mettmann

„Eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern scheidet bereits dadurch tatbestandlich aus, dass sich die betreffende Beschilderung auf einem Privatgrundstück und damit außerhalb öffentlicher Verkehrsfläche befindet."

— Bescheid April 2026
→ Antwort des Beschwerdeführers

„Kinder bewegen sich nicht nur auf 'für Kinderspiele hergerichteten Flächen'. Ein Stolpern auf dem unebenen Untergrund führt unweigerlich zum Aufprall des Kopfes auf das Metallschild."

— Patrick Wennekes, Fachaufsichtsbeschwerde, 19.03.2026
→ Das ignorierte Kernargument

Im gesamten Bescheid der Fachaufsicht Kreis Mettmann wird die konkrete Montagehöhe von 60–80 cm mit keinem einzigen Wort erwähnt. Das ist das zentrale Argument der Beschwerde.

— Analyse des abschließenden Bescheids
📅 Chronik

Der vollständige Behördenweg

Seit Dezember 2025 versucht Patrick Wennekes, die Behörden zum Handeln zu bewegen. Eine lückenlose Dokumentation.

📸
Dezember 2025
Fotodokumentation der Gefahrenstelle

Patrick Wennekes fotografiert die Schilder. Drei Aufnahmen belegen Montagehöhe, Lage und ein parkendes Fahrzeug auf der Feuerwehrfläche.

📧
Februar 2026
Mängelmeldung bei der Bauaufsicht Stadt Haan

Formelle Meldung der Gefahrenstelle an Moritz Deling, Jurist (LL.B), Bauaufsicht Stadt Haan.

👤 Moritz Deling · Bauaufsicht Stadt Haan
📬
16. Februar 2026
Antwort Bauaufsicht: „Das ist Zivilrecht"

Deling antwortet: Die Verkehrssicherungspflicht sei zivilrechtlich. Man habe dem Eigentümer lediglich einen „Vorschlag" gemacht. Kein behördliches Einschreiten.

👤 Moritz Deling · Bauaufsicht Stadt Haan
↗️
März 2026
Weiterleitung ans Ordnungsamt

Wennekes widerspricht und bittet um Weiterleitung an das Ordnungsamt. Er kündigt Pressekontakt und Anwalt an.

👤 Patrick Wennekes
🚫
19. März 2026
Ordnungsamt: Keine unmittelbare Gefahr

Alexander Lingemann (stellv. Abteilungsleitung, Amt für Brandschutz, Recht und öffentliche Ordnung) antwortet schriftlich: kein Handlungsbedarf. Fläche privat, nicht für Kinderspiele, Kantenschützer vorhanden.

👤 Alexander Lingemann · Ordnungsamt Stadt Haan
⚖️
19. März 2026
Fachaufsichtsbeschwerde beim Kreis Mettmann

Formelle Beschwerde beim Kreis Mettmann (k.aufsicht@kreis-mettmann.de). Gleichzeitig werden Rheinische Post und Westdeutsche Zeitung informiert.

📍 Kreis Mettmann · Kommunalaufsicht
📄
April 2026
Kreis Mettmann: Beschwerde abgelehnt

Die Fachaufsicht schließt sich der Stadt Haan an. Keine aufsichtsbehördlichen Maßnahmen. Die Montagehöhe von 60–80 cm wird im Bescheid mit keinem Wort erwähnt.

📍 Fachaufsicht Kreis Mettmann
🔜
Aktuell · April 2026
Die Schilder stehen noch

Alle ordnungsbehördlichen Wege sind ausgeschöpft. Zivilrechtliche und verwaltungsgerichtliche Schritte werden geprüft.

🏛️ Behörden im Überblick

Wer wurde informiert?

Drei Behörden haben den Fall geprüft. Alle drei sahen keinen Handlungsbedarf.

Kein Einschreiten
Bauaufsicht Stadt Haan
Moritz Deling, Jurist (LL.B)

„Die Verkehrssicherungspflicht ist eine zivilrechtliche Pflicht. Ich habe mich dennoch mit den Eigentümern in Verbindung gesetzt und einen Vorschlag zur Verbesserung unterbreitet."

Keine Gefahr gesehen
Ordnungsamt Stadt Haan
Alexander Lingemann, stellv. Abt.-Leitung

„Das Schild steht auf einer privaten Fläche, die nicht für Kinderspiele hergerichtet wurde. Das Schild verfügt über Kantenschützer. Eine unmittelbare Gefahr sehe ich nicht."

Beschwerde abgelehnt
Fachaufsicht Kreis Mettmann
Kommunalaufsicht / Fachaufsicht Ordnungsangelegenheiten

„Obwohl ein baurechtlicher Zustand mit Gefahrenqualität nicht ersichtlich ist, wurde Kontakt mit dem Eigentümer aufgenommen, um eine dauerhafte Sichtbarkeit des Schildes sicherzustellen."

⚡ Was gesagt wird – was es bedeutet
Argumentation der Behörden
  • Fläche ist privat – keine Zuständigkeit
  • Nicht für Kinderspiele hergerichtet
  • Kantenschützer vorhanden
  • Keine „konkrete Gefahr" nach BauO NRW
  • Feuerwehrfläche ist funktionsfähig
  • Verkehrssicherungspflicht beim Eigentümer
Was das bedeutet
  • § 14 OBG NRW kennt keine automatische Grenze an Grundstücksgrenzen
  • Kinder nutzen Gehwege – nicht nur Spielplätze
  • Millimeter Plastik stoppen keine Schädelverletzungen
  • Die Montagehöhe 60–80 cm wird im Bescheid nicht erwähnt
  • Funktionsfähigkeit ≠ fehlende Verletzungsgefahr der Schilder
  • Präventive Gefahrenabwehr ist Aufgabe der Ordnungsbehörde
⚖️ Rechtliche Einordnung

Was der Fall rechtlich bedeutet

Die folgenden Normen sind nach Einschätzung des Beschwerdeführers einschlägig. Eine abschließende Bewertung obliegt einem Gericht.

§ 823 BGB

Zivilrechtliche Verkehrssicherungspflicht

Der Eigentümer hat durch Installation der Schilder in gefährlicher Höhe eine Gefahrenquelle geschaffen. Grundlage für eine zivilrechtliche Unterlassungsklage auf Beseitigung oder Höhersetzung auf mind. 2,00 m.

§ 3 BauO NRW

Instandhaltungspflicht

Bauliche Anlagen sind so instand zu halten, dass Leben und Gesundheit nicht gefährdet werden. Eine starre Metallkante auf 70 cm Höhe neben einem Fußweg ist nach Ansicht des Beschwerdeführers relevant.

§ 14 OBG NRW

Gefahrenabwehr kennt keine Grundstücksgrenze

Die Gefahrwirkung einer Konstruktion endet nicht an der Grundstücksgrenze, wenn die Gefahr unmittelbar auf öffentlich zugängliche Personen wirkt.

Ermessen auf Null

Kein Spielraum bei konkreter Gefahr

Bei vorhersehbarer Gefahr für Leib und Leben von Kleinkindern ist das behördliche Entschließungsermessen auf Null reduziert – so die Argumentation des Beschwerdeführers.

🔎

Das ignorierte Kernargument

Der abschließende Bescheid der Fachaufsicht des Kreises Mettmann erwähnt die konkrete Montagehöhe von 60–80 cm mit keinem einzigen Wort. Das ist das zentrale Argument der gesamten Beschwerde – es wurde nicht beantwortet.

🔜 Nächste Schritte

Wie geht es weiter?

Alle ordnungsbehördlichen Wege sind ausgeschöpft. Folgende Wege werden juristisch geprüft.

A

Zivilklage gegen den Eigentümer

Unterlassungsklage auf Beseitigung oder Höhersetzung der Schilder auf mindestens 2,00 m Unterkante. Basis: § 823 BGB, Verkehrssicherungspflicht. Schnellster und direktester Weg.

Amts- oder Landgericht
B

Verwaltungsklage gegen Stadt Haan

Verpflichtungsklage beim Verwaltungsgericht Düsseldorf auf ordnungsbehördliches Einschreiten. Das im Bescheid ignorierte Höhenargument ist angreifbar.

Verwaltungsgericht Düsseldorf
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